Die Sage vom Wurzelsepp |
Vor hunderten von Jahren hat sich in den Auenwäldern rund um Rastatt folgende Geschichte zugetragen:
Im Lande zog der Winter ein, Schnee bedeckte die Wälder und es wurde bitter kalt.
Die Nahrung neigte sich dem Ende zu, eine Hungersnot brach über Das Land herein.
Als das letzte Vieh geschlachtet und das Frühjahr immer noch fern war, gingen die Menschen in die Wälder, um nach Wurzeln und Kräuter zu suchen.
Der berühmteste im ganzen Land, wurde "Wurzelsepp" genannt!
Dieser hatte manch Kräuter gesammelt, die waren schon halb vergammelt.
Manchen, man mag es kaum glauben, taten die Kräuter das Leben rauben.
Die Schuld daran gab man dem Wurzelsepp.
Das halbe Dorf war nun ausgerottet und der Sepp, der wurde ausgestossen und verspottet.
Er packte Kleider und sein Fell, verschwand in den Wäldern bevor es wurde hell.
Die Wege waren steinig, die Schritte taten weh, da kam ihm folgende Idee:
Er schnitze sich Schuhe aus Holz und auf Die, war er nun ganz besonders stolz.
Um sich der Wölfe zu erwehren, erinnerte er sich an einen alten Brauch und schnallte sich Glocken um den Bauch.
Der Sepp wurde zum Mythos und lebt immer wieder auf. Zur Fasnachtszeit, so ist es Brauch!